Riccardo Di Pasquale, Ayurveda-Therapeut in Zürich

Ich bin nicht über die Theorie zum Ayurveda gekommen, sondern über eine Verletzung.

Porträt von Riccardo Di Pasquale, Ayurveda-Komplementärtherapeut in Zürich.

Was ich verloren habe

Fussball war viele Jahre lang meine grösste Leidenschaft. Ich spielte leistungsorientiert; mein Alltag drehte sich um Training, Wettkämpfe und das Ziel, besser zu werden.

Eine Verletzung beendete das. In diesem Moment verlor ich nicht nur meinen Sport — ich verlor einen Teil meiner Identität. Wer bin ich, wenn ich das nicht mehr bin?

Was gefehlt hat

Physiotherapeut werden — das hatte ich schon in der Schulzeit im Kopf, und nach der Verletzung wurde daraus ein Plan. Ich wollte der Therapeut sein, den ich mir während meiner eigenen Rehabilitation gewünscht hätte.

Was in diesem Plan gefehlt hätte, sehe ich erst heute klar. Hinter jeder Verletzung, jedem Schmerz und jeder Beschwerde stehen auch Angst, Unsicherheit, Druck und Erschöpfung. Für diesen Teil braucht es andere Werkzeuge als für den Körper.

Was ich gefunden habe

Kurz bevor ich mich an der Universität einschrieb, riet mir ein guter Freund, mir vorher Ayurveda anzuschauen — er kannte meine spirituelle Seite und fand, das passe zu mir. Ich belegte einen Kurs in ayurvedischer Massage. Eingeschrieben habe ich mich dann nie: Physiotherapeut bin ich nicht geworden, sondern Ayurveda-Therapeut.

Ayurveda behandelt nicht nur Symptome. Es betrachtet den Menschen als Ganzes — Körper, Geist und Lebensweise. Plötzlich verstand ich auch meine eigene Geschichte: Als ich verletzt war, brauchte ich nicht nur einen starken Körper. Ich brauchte jemanden, der mich mental durch diese Zeit begleitet.

Genau deshalb arbeite ich heute so, wie ich arbeite.

Was mich antreibt

Ich möchte Menschen dabei helfen, ihr natürliches Gleichgewicht wiederzufinden — in einer Welt, die immer schneller wird.

Ich glaube nicht, dass Gesundheit kompliziert sein muss. Mein Ziel ist es, Ayurveda verständlich, praktisch und alltagstauglich zu machen. Keine starren Regeln, keine Extreme, keine Lösungen, die nur kurzfristig funktionieren.

Denn echtes Wohlbefinden entsteht nicht durch Perfektion, sondern durch kleine Veränderungen, die jeden Tag gelebt werden.

Die meisten kommen nicht wegen des Rückens. Sie kommen, weil sie seit Monaten nicht mehr richtig abschalten. Deshalb dauert das Erstgespräch 90 Minuten und nicht 30.

Warum Menschen mit mir arbeiten

  • Ich frage nach dem Rest

    Wie dein Tag aussieht, wann er aufhört, wie lange das schon so geht. Der verspannte Nacken ist selten die ganze Geschichte.

  • Ich gebe dir wenig mit

    Am Ende stehen ein paar konkrete Empfehlungen, kein Programm. Was du nach zehn Tagen nicht mehr machst, war die falsche Empfehlung.

  • Ich sage auch Nein

    Nicht alle sind bei mir richtig. Wenn ich diesen Eindruck habe, sage ich es dir im Erstgespräch und nicht nach der fünften Behandlung.

  • Ich war selbst der Patient

    Ich war nach meiner Verletzung selbst in Rehabilitation. Ich weiss, wie es ist, wenn der Körper wieder funktioniert und der Rest noch nicht.

Riccardo Di Pasquale in seiner Praxis, mit einer traditionellen Kansa-Schale in der Hand.

Ausbildung und Hintergrund

  • Ayurveda-Komplementärtherapeut, Praxis an der Klosbachstrasse 112 in Zürich Hottingen (Kreis 7)
  • Ausbildung zum Ayurveda-Therapeuten bei Nadesh Ayurveda in Lugano, 2021–2024
  • Branchenzertifikat OdA KT (OmL TC), Methode Ayurveda-Therapie, seit Juni 2026
  • Beim ErfahrungsMedizinischen Register (EMR/RME) registriert, Methoden 57 und 4041
  • Kurs in manueller Lymphdrainage, Mailand
  • Behandlungen auf Deutsch, Englisch und Italienisch

Sprachen

Ich behandle auf Deutsch, Englisch und Italienisch. Wenn du dich in einer dieser Sprachen wohler ausdrückst, sag es einfach beim Buchen — gerade beim Erstgespräch macht das einen Unterschied.

Netzwerk und Anerkennung

Ich arbeite mit Fachpersonen zusammen, die dasselbe Verständnis teilen: den Menschen zuerst zu sehen und erst danach die Methode. Und ich lasse meine Arbeit von aussen prüfen.

  • Dr. Umesh Tejasvi

    Ayurveda-Arzt, Indien

    Dr. Umesh Tejasvi ist Ayurveda-Arzt in Indien — er ist Arzt, ich bin es nicht. Wir stehen fast täglich im fachlichen Austausch, und das hält meine Arbeit ehrlich: Er hilft mir dort weiter, wo mein eigenes Wissen endet. Er ist damit einverstanden, hier genannt zu werden.

  • Hammam & Spa Stadtbad Zürich

    Zweiter Behandlungsort

    Im Stadtbad, dem Hammam in den Gewölben des Volkshauses, behandle ich als einer ihrer Therapeuten. Orientalische Badekultur und Ayurveda ergänzen sich auf natürliche Weise: Wärme, Wasser und Zeit sind in beiden Traditionen die eigentlichen Werkzeuge. Buchung und Preise laufen dort über das Stadtbad.

    Hammam Stadtbad
  • EMR — ErfahrungsMedizinisches Register

    Qualitätsnachweis

    Das EMR prüft die Ausbildung, kontrolliert die Weiterbildung jährlich und registriert nur, wer eine gültige Berufshaftpflicht hat und den EMR-Berufskodex anerkennt. Registriert wird jede Methode einzeln, nicht die Person pauschal. Für dich bedeutet das zweierlei: eine überprüfbare Qualitätsgrundlage — und die Möglichkeit, dass sich deine Zusatzversicherung anteilig an den Kosten beteiligt. Ein Anspruch auf Rückvergütung entsteht daraus nicht: Über die obligatorische Grundversicherung läuft nichts, und ob und wie viel gezahlt wird, entscheidet allein dein Versicherer — kläre es bitte vor dem ersten Termin ab.

    Preise

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Wenn du Therapeutin, Arzt, Hebamme oder im Gesundheits- und Wellnessbereich in Zürich tätig bist und dir eine Zusammenarbeit vorstellen kannst, freue ich mich, dich kennenzulernen.

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