Burnout & Erschöpfung

Wenn nichts mehr auflädt

Ayurvedische Begleitung in Zürich für Menschen, die seit Monaten über ihre Reserven leben.

Die meisten Menschen, die deswegen zu mir kommen, sagen zuerst: «Eigentlich geht es mir gut.» Und beschreiben dann einen Zustand, in dem seit einem halben Jahr nichts mehr wirklich erholsam ist.

Ich bin kein Arzt und ich behandle keine Diagnosen. Was ich anbiete, ist etwas anderes: einen Ort, an dem der Körper 90 Minuten lang nichts leisten muss, und eine ayurvedische Einschätzung, die zeigt, wo dein System gerade aus dem Gleichgewicht ist.

Für viele ist das der erste Punkt seit langem, an dem etwas wieder in eine andere Richtung kippt. Für manche reicht es nicht — und dann sage ich das auch.

Riccardo Di Pasquale arbeitet in ruhigem Tempo an Kopf und Nacken einer entspannt liegenden Person in seiner Praxis in Zürich.

Erkennst du dich wieder?

Was Menschen mir beschreiben

Kein Fragebogen, keine Selbstdiagnose. Nur Sätze, die ich in diesem Raum immer wieder höre.

  • «Ich funktioniere.»

    Der Tag läuft, die Arbeit wird gemacht. Aber es fühlt sich nicht mehr nach Leben an, sondern nach Abarbeiten.

  • «Ich komme nicht mehr runter.»

    Auch wenn nichts ansteht, bleibt eine Grundspannung. Ruhe fühlt sich unruhig an.

  • «Ich bin ständig müde und schlafe trotzdem schlecht.»

    Erschöpfung und Wachheit gleichzeitig — ein Zustand, den man schwer erklären kann, wenn man ihn nicht kennt.

  • «Kleinigkeiten werfen mich um.»

    Ein voller Zug, eine unklare Nachricht. Die Reserve, die das früher abgefedert hat, ist nicht mehr da.

  • «Mein Körper meldet sich.»

    Verspannter Nacken, Kiefer, Magen, Verdauung. Der Körper trägt aus, was der Kopf nicht ablegt.

  • «Ferien helfen zwei Tage.»

    Dann ist der alte Zustand zurück, oft noch vor dem Rückflug.

Ayurveda bei Burnout: wie ich darauf schaue

Der Ayurveda kennt keine Diagnose «Burnout». Er beschreibt stattdessen Zustände: zu viel Bewegung im System, zu wenig Nährendes, ein Verdauungsfeuer, das unregelmässig brennt, und ein Nervensystem, das seit langem im Alarm steht.

Traditionell wird bei diesem Bild vor allem mit drei Dingen gearbeitet: mit Wärme, mit Öl und mit Rhythmus. Nicht weil das exotisch klingt, sondern weil es genau das Gegenteil dessen ist, was Dauerstress im Körper anrichtet — trocken, kalt, sprunghaft, unvorhersehbar.

Das ist keine medizinische Erklärung und will auch keine sein. Es ist ein zweites Modell, das oft dort etwas sichtbar macht, wo die üblichen Fragen schon durchbuchstabiert sind.

Was ich konkret mache

Vier Dinge. Nicht mehr, weil mehr in diesem Zustand niemand umsetzt.

  1. Zeit ohne Anforderung

    Eine Behandlung von 60 oder 90 Minuten, in der nichts von dir erwartet wird. Für viele Menschen ist das der ungewohnteste Teil.

  2. Wärme und Öl

    Abhyanga oder Kräuterstempel, langsam und gleichmässig. Die meisten Klientinnen und Klienten beschreiben danach ein Gefühl von tiefer Ruhe.

  3. Ein ehrlicher Blick auf den Tag

    Wann du isst, wann du aufhörst zu arbeiten, wann der Körper Erholung bekommt. Daraus werden zwei bis drei realistische Änderungen.

  4. Wiederholung

    Eine einzelne Behandlung ist ein guter Nachmittag. Was etwas verschiebt, ist ein Rhythmus über einige Wochen.

Häufige Fragen

Was Menschen vor dem ersten Termin am häufigsten wissen möchten.

Kann Ayurveda Burnout heilen?

Nein — und niemand, der das behauptet, sollte dein erster Ansprechpartner sein. Burnout ist eine medizinische Diagnose und gehört in ärztliche oder psychotherapeutische Hände. Was ayurvedische Behandlungen können: zur Entspannung beitragen, einen verlässlichen Rhythmus in die Woche bringen und einen Ort schaffen, an dem der Körper nichts leisten muss. Viele Menschen nutzen das begleitend zu ihrer medizinischen Behandlung.

Ich bin in psychotherapeutischer Behandlung. Passt das zusammen?

Ja, und das ist der Rahmen, in dem ich am liebsten arbeite. Sag mir beim Erstgespräch Bescheid, was gerade läuft. Ich werde dich nie bitten, eine ärztliche Behandlung zu ändern oder Medikamente abzusetzen — das entscheidet ausschliesslich deine behandelnde Fachperson.

Wie viele Termine brauche ich?

Am Anfang alle sieben bis zehn Tage, danach in immer grösseren Abständen. Eine einzelne Behandlung tut gut, verschiebt aber selten ein Muster, das seit Monaten läuft. Wie viele es am Ende sind, hängt von deiner Situation und deinem Ziel ab — und das Ziel ist, dass du mich irgendwann nur noch bei Bedarf brauchst, etwa beim Wechsel der Jahreszeit.

Ich habe keine Energie für ein weiteres Projekt. Ist das aufwändig?

Nein, und das ist Absicht. Du bekommst zwei bis drei kleine Veränderungen, keinen Plan mit zwanzig Punkten. Alles, was mehr Disziplin verlangt, als gerade da ist, funktioniert in diesem Zustand ohnehin nicht.

Beteiligt sich die Krankenkasse?

Ich bin beim EMR registriert; viele Zusatzversicherungen für Komplementärmedizin beteiligen sich deshalb anteilig an den Kosten. Über die obligatorische Grundversicherung läuft nichts. Was in deinem Fall gilt, entscheidet allein deine Versicherung — ein Anruf vor dem ersten Termin klärt es.

Der erste Schritt

Erstgespräch, 90 Minuten.

Wir schauen zuerst, was gerade los ist. Wenn eine ärztliche oder psychotherapeutische Abklärung der nächste Schritt ist, sage ich dir das.

+41 78 617 90 09dpriccardo94@gmail.com

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